Kurzfristige Anreize verbessern Sauberkeit nichtIn dieser "klassischen" Studie untersuchte der Washingtoner Psychologe Robert L. Burgess anhand von Verhalten von Kindern in einem Kino, wie wirksam unterschiedliche Strategien gegen Littering sind. Ergebnis: kurzfristig zeigen nur materielle Belohnungen Wirkung. Die Studie beobachtet das Littering-Verhalten von Kindern während vierzehn Frühvorstellungen in zwei benachbarten Kinos. Dabei beeinflussten die Wissenschaftler das Verhalten der Kinder mit verschiedenen Maßnahmen. Es folgt eine Aufstellung der verschiedenen Einflussnahmen und ihre Ergebnisse auf das Littering-Verhalten: Kino 1
Kino 2
Die Kinder die eine Freikarte für eine Sonderveranstaltung in Kino erhalten hatten, produzierten dort die doppelte Menge an Litter im Vergleich zur Theatervorstellung ohne jede Einflussnahme auf die Kinder. Offenbar reichen kurzfristige Aktionen nicht aus, um eine nachhaltige Veränderung des Umweltbewusstseins zu erreichen. Selbst bei der erfolgreichen Verminderung des Litterings durch Belohnungen fielen die Kinder in ihr vorheriges Verhalten zurück, sobald sie in eine Situation ohne diese Belohnung gerieten. Fazit: Kurzfristige Anreize führen zu keiner Veränderung des Umweltbewusstseins. Maßnahmen für mehr Sauberkeit brauchen einen langen Atem. Quelle: Burgess, Robert L., Clark, Roger N., Hendee, John C. : An experimental analysis of anti-Litter Procedures; in: Journal of applied Behavior analysis, 1971, 4. |
